Depression

Vincent van Gogh - 1980
Die Depression ist eine psychische Störung gekennzeichnet durch schlechte Laune bis hin zur versteinerten, scheinbar auswegslosen Schwermütigkeit. Oft begleitet von starker Antriebslosigkeit, Konzentrations und Denkstörungen sowie Schlafstörungen. Ferner können geringes Selbstwertgefühl, pessimistische Zukunftsgedanken und Suizidgedanken auftreten.

Als Begleitsymptome treten auf:
  • Ängstlichkeit bis hin zu Panikzuständen
  • Libidoverlust
  • Psychosomatische Schmerzen (Herz, Magen, Kopf)
Eine Depression wirkt sich auch äußerst negativ auf den Körper aus und führt zu einer erhöhten körperlichen Erkrankungsbreitschaft. So steigt die Gefahr einen Herzinfarkt zu erleiden um bis zu 70%, auch Schlaganfälle, Diabetes und weitere Krankheiten treten um ein vielfaches häufiger auf. Personen mit Depressionen neigen auch zum Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen. 15 Prozent aller an einer Depression erkrankten Menschen begehen Suizid.

Wie hoch die Prävelenz (Verbreitung) von Depressionen ist lässt sich schwierig ermitteln da vermutlich 50% nicht diagnostiziert sind. Studien deuten darauf hin dass jeder 6. betroffen ist wobei Frauen doppelt so häufig erkranken wie Männer. Die WHO geht davon aus dass 2020 die Depression den weltweit 2. Rang für chronische Behinderung einnimmt.

Behandlung: 

Bei einer  frühzeiten Therapie ist die Prognose in der Regel gut.
 Je nach Art und Schweregrad der Depression erfolgt eine Behandlung durch ein Selbsthilfeprogramm, einer Psychotherapie (Kognitive Verhaltenstherapie) und/oder Antidepressiva. Zu Antidepressiva wird in der regel erst bei einer schweren Depression gegriffen, bei leichten bis mittelschweren kann Johanniskraut angewendet werden. Je früher eine Behandlung erfolgt und je mehr Symptome (am besten alle) im Zuge der Behandlung verschwinden umso größer die Chance dass es der Patient nicht rückfällig wird.

Innerhalb der letzten 10 Jahre ist der Psychopharmaka Verbrauch um über 25% gestiegen. Unklar ist ob dies aufgrund eine erhöhten Erkrankungsrate, einer gesteigerten Inanspruchnahme von Hilfe oder mehr Verschreibungen durch Ärzte geschah.