Donnerstag, 31. März 2016

Studie: Konsum von Social Media korreliert mit Häufigkeit von Depressionen

Der Konsum von Social
Media nimmt in allen
Alterssschichten rasant zu.
Erstmals wurde der Zusammenhang von Social Media Konsum und Depression in einer groß angelegten Studie untersucht. Die Studie wurde von der University of Pittsburgh School of Medicine in Pennsylvania durchgeführt und im Journal Depression and Anxiety veröffentlicht. (Link)

Dabei wurde ein linear Zusammenhang gefunden: Je mehr Zeit junge Erwachsene mit Social Media verbringen umso höher das Risiko an einer Depression zu erkranken.

Eckdaten 

Die Studie wurde an 1,787 jungen Erwachsenen durchgeführt, im Alter von 19-32. Die Teilnehmer wurden auf ihr Social Media Verhalten und auf Depressionen untersucht. Es wurde erhoben wie lange und wie häufig die Probanden auf den elf beliebtesten Social Media Seiten (Facebook, YouTube, Twitter, Google Plus, Instagram, Snapchat, Reddit, Tumblr, Pinterest, Vine and LinkedIn.) am Weg sind.

Ergebnis

Durchschnittlich verbrachten die Probanden 60 Minuten pro Tag auf Social Media Seiten. In der Woche besuchten sie durchschnittlich 30 mal ihre entsprechenden Accounts. Ziemlich linear verhält sich folgender Zusammenhang: Wer mehr Zeit mit Social Media verbringt hat ein erhöhtes Risiko an einer Depression zu erkranken. Die Gruppe an Probanden die Facebook und co. am meisten verwenden haben sogar ein 2,7-fach höheres Risiko wie jene die es am wenigsten verwenden.

Gründe unklar

Wichtig ist dass sich daraus nicht zwangsläufig ableiten lässt dass mit dem Social Media Konsum das Depressionsrisiko steigt. Es wäre zum Beispiel auch möglich dass sich zu Depressionen neigende Leute vermehrt ins Web zurückziehen. Die Studie gibt also noch keine Begründung für den Sachverhalt.