Dienstag, 16. Juni 2015

Mobbing bei Kindern verdoppelt die Gefahr später depressiv zu werden

Eine Studie von der University of Oxford in England untersuchte die Auswirkungen von Mobbing an 4000 Jugendlichen über fünf Jahre. Die Studie zeigt eine klare Korrelation zwischen dem Ausmaß des Mobbings und der Wahrscheinlichkeit mit 18 unter Depressionen zu leiden.

  • 5%  der Jugendlichen die angaben nie Opfer von Mobbing zu sein wurden depressiv.
  • 7,1% der Jugendlichen die angaben drei bis sechs mal im Semester gemobbt worden zu sein wurden depressiv.
  • 14,9% de Jugendlichen die angaben öfter als einmal die Wochen gemobbt worden zu sein wurden depressiv.
Häufig gemobbte Kinder zeigten zu dem in 10,1% der Fälle eine persistierende Depression, bei den nicht gemobbten waren es lediglich 4,1%.

Weiters zeigt die Studie dass sich Opfer nur sehr selten dem Lehrer anvertrauen, aber 75% den Eltern bescheid sagen.

Die Korrelation beweist noch nicht die Kausalität. Würde aber Mobbing direkt für Depressionen verantwortlich sein könnten 30% der Depressionen durch Mobbing entstehen.

Quelle
http://www.bmj.com/content/350/bmj.h2469 

Angstsymptome bei Nikotinentzug: Der Mechanismus

Angstsymptome sind eine der Folgen von Nikotinentzug und oft dafür verantwortlich dass ehemalige Raucher nicht abstinent bleiben und wieder zur Zigarette greifen. Wissenschaflter von der University of Massachusetts Medical School sollen jetzt den verantwortlichen Hirnmechanismus herausgefunden haben und somit vielversprechende neue Targets für Rauchentwöhnungsmedikamente identifiziert haben.

Hauptursache für die Angstsymptome ist nach den Wissenschaftlern das Stresshormon CRH (Corticotropin Releasing Hormon) welches aus der Area tegmentalis ventralis (Hirnregion im Zentrum des Gehirns) ausgeschüttet wird. Zusätzlich wird aus den Epiphysenstielen Glutamat freigesetzt, ein Neurotransmitter der generell für die Übertragung von Signalen von Nervenzelle zu Nervenzelle verantwortlich ist. CRH steigert die Wirkung von Glutamat wodurch die Angstkaskade beschleunigt und intensiviert wird.

CRH Antagonisten (Substanzen die den CRH-Rezeptor blockieren und somit die Wirkung von CRH aufheben) existieren bereits und zeigen Potential zur Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen. In Zukunft könnten CRH-Antagonisten auch für abstinente Raucher untersucht werden.

Quelle
http://www.umassmed.edu/news/news-archives/2015/04/neuroscientists-identify-brain-circuitry-responsible-for-increased-anxiety-in-smokers-trying-to-quit/