Samstag, 25. April 2015

Generalisierte Angststörung: Vielversprechende "Metakognitive Verhaltenstherapie" (mit E-book)

Eine neue evidenzbasierte Therapiemethode genannt "Metakognitive Verhaltenstherapie" zeigt in erfolgreicher als die bisher angewandte normale kognitive Verhaltenstherapie sein aber wesentlich weniger zeitintesiv. Metakognitive Verhaltenstherapien kategorisiert man heute unter die "3. Generation der Verhaltenstherapien".
ersten Studien großes Potential zur Behandlung der generalisierten Angststörung. Das neue Therapieschema soll

Die neue MVT (Metakognitive Verhaltenstherapie) unterscheidet sich zur normalen KVT (Kognitive Verhaltens Therapie) indem, dass es mehr um die Beziehung zum Denken geht anstatt um die Denkinhalte selbst.

Die neue Therapie könnte neben der Behandlung der generalisierten Angststörung auch zur Behandlung von Depressionen, Phobien, und Psychosen eingesetzt werden.

Entwickelt wurde die neue Methode vom klinischen Psychologen Adrian Wells. Im folgenden informativen Interview erklärt er die Grundlagen der metakognitiven Therapie und worin die Unterschiede zu früheren Verhaltenstherpien liegen.
http://www.karger.de/Article/Pdf/360872 

Sein Buch ist auf englisch als PDF verfügbar:
dls.bookzz.org
(Das Buch ist für Laien nicht ganz einfach zu lesen aber mit einem Lexikon und einem Wörterbuch durchaus machbar)

Erste Studien welche die Wirksamkeit untersuchen:

Dienstag, 14. April 2015

Studie: Rosenwurz hat antidepressive Wirkung

Eine Studie, publiziert im Journal Phytomedicine, sagt aus dass Rosenwurz-Extrakt eine antidepressive Wirkung hat. Der Rosenwurz (Rhodiola rosea, in Russland auch goldene Wurzel genannt) wird in der Volksmedizin, insbesondere in Russland und Skandinavien, bereits seit mehr als 3000 Jahren als Heilmittel eingesetzt, insbesondere zum Stressabbau, zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit und der Ausdauer.

Es handelt sich um eine randomisierte doppelblind Studie mit einer Placebo sowie Sertralin Vergleichsgruppe. Es wurden Patienten als Studienteilnehmer genommen die bereits zwei oder mehr depressive Phasen durchlebt hatten und sich erneut in einer akut depressiven Phase befanden.

Nach zwölf Wochen zeigte das Rosenwurz-Extrakt eine deutliche antidepressive Wirkung, wenn auch etwas weniger als in der Sertralin Kontrollgruppe. Dafür zeigte Rosenwurz-Extrakt eine wesentlich bessere Verträglichkeit, so kam es nur in der Hälfte der Fälle zu Nebenwirkungen.

Anzumerken ist dass die Studie mit nur 57 Teilnehmern nur bedingt Aussagekräftig ist und weitere Studien und Untersuchungen nötig sind.

Diskutierte Wirkmechanismen sind eine mögliche Einflussnahme von Polyphenolglykoside auf den Serotonin und Dopaminhaushalt, eine Hemmung der Monoaminoxidase (MAO), und eine mögliche Beeinflussung der Wirkung von endogenen Opioiden.

Quelle
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17990195