Donnerstag, 24. September 2015

Schlafapnoe-Syndrom führt zu Depression (oder deren Symptome)

Eine neue Studie sagt aus dass über 70% aller Schlafapnoe Patienten auch Symptome einer Depression zeigen. Die Studie wurde im Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlicht und könnte darauf hindeuten dass das Schlafapnoe-Syndrom oft fälschlicherweise als Depression diagnostiziert wird.

Das Schlafapnoe-Syndrom zeichnet sich dadurch aus dass die Atmung während des Schlafens kurz aber wiederholt aussetzt, meist verbunden mit lautem, chronischen Schnarchen. Betroffene Patienten leiden untertags an Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Schon in der Vergangenheit wurde eine Verbindung zwischen Depression und Schlafapnoe beobachtet, weiters wird das Schlafapnoe Syndrom mit einem erhöhten Risiko an Bluthochdruck, Herzkrankheit, Typ 2 Diabetes und Schlaganfall zu erkranken in Verbindung gebracht.

Eine Behandlung durch CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure = Atemmaske über Nacht) führte zu einem Rückgang der depressiven Symptome. Nach einer dreimonatigen Behandlung zeigten nur noch 4% der Behandelten Symptome einer Depression, und von 41 Teilnehmern die angegeben hatten suizidale Gedanken zu haben, hatte nach drei Monaten kein einziger mehr solche Gedanken.

Die Studie weist auf die Wichtigkeit hin depressive Patienten mittels Somnographie zu untersuchen und so ein Schlafapnoe-Syndrom zu erkennen. Das Schlafapnoe-Syndrom ist dafür bekannt dass es viel zu selten diagnostiziert wird aber schwer wiegende Folgen auf die Gesundheit und Psyche hat.

Quelle
http://www.aasmnet.org/jcsm/ViewAbstract.aspx?pid=30173