Dienstag, 3. März 2015

Studie: Serotoninmangel nicht Hauptfaktor der Depression (bei Mäusen)

Eine Studie des John D. Dingell VA Medical Center und der Wayne State University School of Medicin lässt Zweifel an der gängigen These aufkommen die besagt, dass ein Mangel an Serotonin hauptverantwortlich für das Entstehen einer Depression sei.

Eine Studie zeigte, dass Mäuse welche nur wenig Serotonin endogen im Gehirn produzieren keine Symptome einer Depression aufwiesen. Interessanterweise verhielten sie sich aber aggessiver und impulsiver, zeigten aber unter Stressfaktoren gleiches Verhalten wie normale Mäuse. Die Gabe von Serotoninwiederaufnahmehemmern zeigte im Vergleich zu normalen Mäusen auch keine Unterschiede.

Die meisten derzeit verschriebenen Antidepressiva beruhen auf einem Wirkmechanismus der die Erhöhung der Serotoninkonzentration im Gehirn zur Folge hat. Schon lange wird aber diskutiert dass der eigentliche Wirkmechanismus tiefer liegt. Zum Beispiel könnte eine aus der erhöhten Serotoninkonzentration resultierende Rezeptorregulation oder gar eine Veränderung der Neuroplastizität für die Wirkung verantwortlich sein.

Die Wissenschaftler glauben dass ihre Studien dazu beitragen, dass das Bestreben Antidepressiva mit neuen Wirkmechanismen zu entwickeln gestärkt wird.

Quelle
http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/cn500096g