Samstag, 28. Februar 2015

Wie Sport bei Depressionen hilft

2013 haben Forscher aus England insgesamt 35 Studien ausgewertet und kamen zu dem Ergebnis dass regelmäßge sportliche Betätigung ähnlich wirksam wie Antidepressiva zu sein scheint. Der biologische Grund dafür war bis jetzt weitgehend unklar. Jetzt wollen Wissenschaftler einen Mechanismus entdeckt haben der für die Wirkung verantwortlich ist.

Während körperlicher Betätigung kommt es im Skelettmuskel zur Ausschüttung des Proteins PGC-1a1. Forscher vom Karolinska Institutet in Schweden haben nun die Wirkung dieses Proteins auf die Vulnerabilität gegenüber Stress bei Mäusen untersucht.

Dazu wurden gentechnische veränderte Mäuse die viel PGC-1a1 sowie normale Mäuse fünf Wochen verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt. Während normale Mäuse nach dieser Zeit Symptome von Depressionen zeigten verhielten sich die Mäuse mit hohen PGC-1a1 Leveln weiterhin normal.

Interessanter ist aber dass weitere Untersuchungen zeigten dass die gentechnisch veränderten Mäuse auch mehr KAT Enzyme produzierten. KAT Enzyme wandeln Kynurenin in Kynureninsäure um.  Kynurenin wird bei Stress produziert und wird mit der Entwicklung von Depressionen in Zusammenhang gebracht. Kynureninsäure soll hingegen unter anderem glutamerge Reizüberflutungen im Hirn drosseln und somit positive Eigenschaften haben.

Sport könnte also gegen Stress und Depressionen helfen da die Stresssubstanz Kynurenin schneller in Kynureninsäure umgewandelt wird, welche Stress im Gehirn entgegenwirkt.

Quelle
http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=145612&CultureCode=en
http://www.cell.com/cell/abstract/S0092-8674%2814%2901049-6